Samstagabend, kurz nach sechs. Ihre Tochter ist mit Freundinnen verabredet, Ihr Sohn macht sich Nudeln und hat die Küche für sich. Sie stehen im Flur und stellen fest: Der Abend gehört plötzlich Ihnen beiden. Und Sie wissen gar nicht so genau, was Sie damit anfangen sollen. Viele Eltern von Jugendlichen kennen dieses Gefühl, halb Erleichterung, halb Ratlosigkeit.
Was die Forschung über Paare mit Kindern sagt
Eine Auswertung des Beziehungs- und Familienpanels pairfam, im April 2026 im Journal of Marriage and Family erschienen, zeigt für Deutschland: Nach der Geburt eines Kindes sinkt die Beziehungszufriedenheit bei Männern und Frauen anhaltend. Die Forschenden führen das vor allem auf mehr Konflikte und weniger emotionale Nähe und Wertschätzung zurück. Eine ältere Meta-Analyse mit rund 60 Studien kam zu dem Ergebnis, dass 70 bis 80 Prozent der Paare nach der Geburt unzufriedener sind als zuvor, und Schweizer Forscherinnen berichten, dass dies etwa bis sieben Jahre nach der Geburt anhält.
Spannend ist, wie es weitergeht. Eine britische Langzeitstudie mit 689 Paaren zeigte rund um den Übergang zur Elternschaft einen U-förmigen Verlauf der Zufriedenheit: erst ein Tief, später wieder ein Anstieg. Und folgt man einer Zusammenfassung der Forschung der vergangenen Jahrzehnte in der New York Times, sind Paare zufriedener, wenn die Kinder aus dem Haus sind. Wer Jugendliche zu Hause hat, steht oft mittendrin: Die Kinder brauchen weniger Betreuung, aber es gibt noch keine freien Abende von selbst.
Warum Jugendliche Raum brauchen
Dass Eltern ihren Teenagern mehr überlassen, hilft auch den Jugendlichen. Eine Studie mit 800 jungen Erwachsenen aus der Türkei stellte einen Zusammenhang zwischen überbehütender Erziehung und geringerer Selbstbestimmung fest. In einer Studie der Florida State University schätzten Studierende, deren Mütter ihnen mehr eigene Entscheidungen überließen, Zufriedenheit, Gesundheit und Selbstwirksamkeit höher ein. Selbstständigkeit ist also ein Geschenk an die Kinder, und für Eltern ein Gewinn an Zeit.
Bei der Paarzeit zählt die Gestaltung mehr als die Menge. In einer Studie der Universität Zürich verbrachten Paare mit Kindern ähnlich viel Zeit miteinander wie Paare ohne Kinder. Entscheidend für die Zufriedenheit war, wie sie diese Zeit gestalteten. Mehr als 40 Prozent der Befragten mit Kindern vermissten körperliche Nähe, und über die Hälfte unternahm zu selten etwas gemeinsam außer Haus.
Hausaufgaben als Zeitfresser am Abend
Die Schule gehört bei vielen Familien zu den größten Zeitfressern am Abend. Wer jeden Tag fragt, ob die Hausaufgaben erledigt sind, und bei Mathe oder Englisch noch mal erklärt, hat wenig Raum für anderes. Gleichzeitig ist es gut, wenn Jugendliche lernen, ihr Lernen selbst zu organisieren. Eine mögliche Stütze dafür ist sofatutor. Ihr Kind kann Themen über Lernvideos nacharbeiten, Aufgaben bearbeiten und sofort sehen, ob es das Thema verstanden hat. So wird aus dem Abendthema Hausaufgaben ein Bereich, den Ihr Kind zunehmend allein übernimmt. Wenn es dennoch hakt, bleibt das Gespräch zwischen Ihnen weiterhin wichtig. sofatutor ersetzt weder das noch die Unterstützung durch die Schule.
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Bei sofatutor erklären kurze Lernvideos den Schulstoff, danach folgen Übungen und Arbeitsblätter zum selben Thema. Ihr Kind lernt in seinem Tempo und sieht sofort, was schon sitzt.
sofatutor jetzt kostenlos testenWie aus freien Abenden Paarzeit wird
- Den Abend bewusst planen. Wenn die Kinder verabredet sind, bleibt nicht automatisch Paarzeit übrig. Sprechen Sie vorher ab, was Sie tun wollen: essen gehen, ein Spaziergang, ein Film, den beide wirklich sehen wollen.
- Regelmäßige Zeitinseln einführen. Der feste Wochentag, an dem die Jugendlichen für sich sind, macht es leichter. Die Zürcher Forschenden empfehlen genau das: Zeitinseln, in denen man nur zu zweit ist.
- Gemeinsame Interessen wiederentdecken. Was haben Sie früher gern zusammen gemacht? Oft haben beide in den Familienjahren Hobbys beiseitegelegt.
- Auch Gespräche brauchen Pflege. Fragen Sie nach Gedanken und Plänen, die nichts mit den Kindern zu tun haben. Wer nur über Termine spricht, verliert den Draht zueinander.
- Streit nicht verdrängen. Die pairfam-Auswertung nennt mehr Konflikte als einen Hauptgrund für sinkende Zufriedenheit. Offen reden hilft mehr als Schweigen, und bei anhaltenden Problemen kann eine Paarberatung sinnvoll sein.
Fazit
Die Jugendjahre der Kinder verlangen Eltern viel ab, sie öffnen aber auch Türen. Wenn Teenager mehr selbst übernehmen, entsteht Raum für das, was im Familienalltag oft zu kurz kam: Zeit zu zweit. Dafür müssen Sie nicht warten, bis das letzte Kind auszieht.
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